Schiedsrichter-Soll: 17 Waldecker Teams mit Punktabzug bestraft

In Allgemeinby Waldeckische Landeszeitung

24 Punkte gehen wieder flöten – bis hinauf zur Gruppenliga

Korbach – Und täglich grüßt das Murmeltier… die Fußballvereine, die das Schiedsrichter-Soll nicht erfüllt haben. In diesem Jahr grüßt es sehr früh. Und es hat für 17 Mannschaften keine guten Nachrichten.

Schon vor Wochen haben die Club Post vom Hessischen Fußballverband (HFV) bekommen, seit gestern kann man sehen, wer von Punktabzügen betroffen ist – wenn man genau hinsieht.

Auf dem DFB-Portal fussball.de mussten die Fans und Vereinsvertreter Kopfrechnen. 13 Siege, 3 Remis, aber nur 41 Punkte stehen dort für den TSV Altenlotheim beispielsweise zu Buche. Einzige mögliche Erklärung: Die Altenlotheimer werden mit einem Punkt minus bestraft, weil sie das Schiri-Soll verfehlt haben.

Dabei wusste darüber noch gar niemand etwas. Eine offizielle Mitteilung des HFV trudelte erst gestern Nachmittag auf Nachfrage der WLZ beim Verband in den Postfächern der Medien ein. Insgesamt sind 17 Waldecker Clubs (plus zwei Jugendteams) von einem Punktabzug betroffen – zwei mehr als in der vorigen Saison, als die Punktabzüge erst Mitte Januar veröffentlicht wurden. Verloren gegangen sind ihnen insgesamt 24 Punkte.

Während einzelne Teams erstmals betroffen sind, waren andere „Sünder“ fleißig und tauchen diesmal nicht mehr in der Liste auf – zum Beispiel der KOL-Zweite SG Höringhausen/Meineringhausen, KOL-Aufsteiger TuS Usseln und der A-Liga-Tabellenführer SG Edertal, die vor einem Jahr noch mit zwei Minuspunkten belastet waren.

Während die Verbandsliga Nord straffrei ausging, ist in der Hessenliga Aufsteiger Hanauer FC 93 mit einem Malus von einem Zähler belastet. Hessen Kassel – zuletzt mit fünf Strafpunkten belegt – kommt diesmal ohne Abzug davon.

Gruppenliga Kassel 1
Hypothek-Fußballer: Lukas Baumann (Bad Wildungen/Friedrichstein, links) und Nico Müller (Freienhagen/Sachsenhausen) bekommen es mit ihren Teams noch schwerer. Sie sind die ranghöchsten „Sünder“ in Sachen Schiri-Soll. © malafo

Für gleich drei abstiegsbedrohte Teams kommt es durch fehlende Unparteiische noch dicker. Die SV Freienhagen/Sachsenhausen hat weißgott schon einige Punkte liegen lassen. Nun muss der Aufsteiger weitere „Zusatzpunkte“ holen, da er mit „minus zwei“ bestraft wird und dadurch jetzt Letzter ist. Einen Zähler bekommen die SG Bad Wildungen/ Friedrichstein und die SG Kirchberg/Lohne abgezogen.

Kreisoberliga

Neben Altenlotheim (– 1) sind zwei weitere Mannschaften betroffen. Teuer wird es mit je zwei Punkten Abzug für Eintracht Edertal und besonders für den um den Klassenerhalt kämpfenden TSV Berndorf.

Kreisliga A

Die SG Waldeck/Netze, die FSG Ittertal/Marienhagen, den TSV Odershausen und die SG Wellen/Wega trifft es mit „minus zwei“ am härtesten – für die beiden Letzteren ein hartes Los im schweren Abstiegskampf.

Schlusslicht SG Hesperinghausen/Neudorf/Helmighausen muss von seinen drei schwer verdienten Punkten auch einen wieder hergeben. Mit je einem Punkt weniger müssen auch die SG Rhoden/Schmillinghausen und der TSV Ehringen leben.

Kreisliga B

„Stammgast“ in dieser Statistik ist die SG Diemelsee; zwei Punkte bekommen die Stormbrucher im Aufstiegskampf abgezogen. Ansonsten ist nur der SV Eimelrod (– 1) betroffen.

Kreisliga C

Auch hier gibt es zwei bestrafte Teams: TuS Helsen und SV Hillershausen (beide – 1, wie im Vorjahr). Somit hat Spitzenreiter Massenhausen auf beide seinen Vorsprung wieder ausgebaut.

Frauen

Als einziger wird erneut der TSV Flechtdorf bestraft. Diesmal bekommt der Gruppenligist zwei Zähler abgezogen, einen mehr als im Vorjahr.

Jugend

Da die SSG Ense/Nordenbeck und der FC Affoldern keine Seniorenteams haben, gilt der Abzug von je einem Punkt für die A-Junioren in der Kreisliga (JSG Edersee und JSG Edertal/Friedrichstein). (schä)

Quelle

Waldeckische Landeszeitung

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Die Waldeckische Landeszeitung ist die Heimatzeitung des TSV 1850/09 Korbach e. V. Sportredaktion: Gerhard Menkel (Leiter), Manfred Niemeier, Werner Spitzkopf, Jürgen Heide, Reinhard Schmidt und Dirk Schäfer.

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