PLAY4SDGs in der Badmintonabteilung
Seit knapp einem Jahr beschäftigten sich Jugendliche der Badmintonabteilung im Projekt PLAY4SDGs mit den 17 Nachhaltigkeitszielen der UN. Konkret sollte es um Müllvermeidung und Mülltrennung sowie gesunde Ernährung bei Turnieren gehen. Wiederverwendbares Geschirr wurde angeschafft und es wurden Stationen zur Mülltrennung organisiert und gestaltet. Die jungen Sportler*innen entwickelten Rezeptideen zur Ergänzung des traditionellen Angebots.
Am Pfingstwochenende kam es zum Probelauf beim 53. Gold Feder Cup. Die Nachhaltigkeitsziele wurden in einer Wanderausstellung präsentiert. Ein Glücksrad mit Fragen dazu brachte viel Interesse und Freude an kleinen Gewinnen – über 200 alte Plaketten aus dem TSV-Keller machten Kinder glücklich.
Die Helfer*innen an der Kuchentheke bezeichneten das Spülen des wiederverwendbaren Geschirrs als problemlos. Bei 134 Kindern und Jugendlichen im Turnier – plus Betreuer*innen etwa 200 Personen – in 20 Stunden an 2 Tagen fielen nur 2 gelbe Säcke, 2 mittlere Säcke Restmüll, 1 kleiner Sack Papier plus 2 Säcke mit Papierhandtüchern Toiletten sowie 3 Eimer Biomüll an. Das scheint überraschend wenig zu sein. Es fielen nur 4 „Entsorgungsfehler“ auf (3 Pfanddosen, 1 Bananenschale). Das Konzept Müllvermeidung und Mülltrennung griff hervorragend. Zum Recycling wurde 15 Ballrollen für die Kindergärten gesammelt plus 35, die andere Vereine schon mitbrachten. Insgesamt haben wurden seit Januar 220 Rollen in Korbacher KiGas zum Basteln gebracht.
Selbstverständlich waren an der Frischetheke die frisch zubereiteten Gemüsesticks, Gurke, Möhre, Paprika, Kohlrabi, Radieschen, Fenchel bei der Witterung ein Renner. Kinder bedienten sich immer. Das Tablett wurde immer frisch ergänzt. Die freiwilligen Spenden deckten die Kosten von 10 € deutlich ab. Die Hälfte der Gemüse wurden von der Solawi Falkenhof in Strothe gespendet. Die angebotenen Dips liefen nur mäßig.
Von vielen Kolleg*innen aus den anderen Vereinen, 8 aus Nordhessen, weitere 22 von weiter her (von Rastatt bis Beuel), kamen intensive Fragen zu dem Konzept und schließlich auch zu dem Gesamtkonzept der Jugendförderung über den Tellerrand des Badmintons hinaus.
Bürgermeister Stefan Kieweg und die Kreisbeigeordnete Hannelore Behle zeigten sich beeindruckt von diesem Projekt, lobten insbesondere die Kontinuität der Einbindung der Jugendlichen ins „junge Ehrenamt“. Sie versprachen Unterstützung bei dem Problem der Müllentsorgung, da zurzeit leider der in der Halle getrennte Müll noch nicht getrennt entsorgt werden kann.


