Tatjana Schilling Malaga 2018

Leichtathletik Senioren WM 2018: Schilling auf Titelkurs

In Leichtathletik von Waldeckische Landeszeitung

WM-Siebenkampf: Mehr als 400 Punkte vor
Tatjana Schilling Malaga 2018

Senioren-WM 2018 Leichtathletik: Tatjana Schilling vor dem Stadion in Malaga.
Foto: Alicia Schilling

Malaga. Tatjana Schilling liegt bei Halbzeit der Weltmeisterschaft der Leichtathletik-Senioren klar auf Titelkurs im Siebenkampf ihrer Altersklasse W45. Die amtierende Europameisterin vom TSV Korbach hat nach den vier Disziplinen des ersten Tages mehr als 400 Punkte Vorsprung vor ihrer deutschen Teamkollegin Manuela Groß. Nur eine Verletzung oder drei Fehlversuche zum beispiel im Speerwurf könnten sie heute noch stoppen.

„Ich bin mit meinen Leistungen hochzufrieden“, sagte die 47-Jährige. Schon vor dem ersten Start über die 80 Meter Hürden hatte sich eine ihrer mutmaßlich schärfsten Konkurrentinnen, Andrea Simon-Balla, selbst ein Bein gestellt. Die Ungarin habe ihren Siebenkampf am Dienstag nicht bestätigt. „Sie dachte wohl, es wäre am nächsten Morgen noch möglich, und damit war sie raus“, berichtete Schilling.

Im Hürdensprint erzielte die Titelfavoritin eine Zeit von 12,54 Sekunden. „Genial“, meinte sie. Beim Hochsprung hätten sich dann aber Kniebeschwerden bemerkbar gemacht, sie musste sich mit 1,54 Meter begnügen.

Andres Bild beim Kugelstoßen: „Mit meinen 11,15 Meter bin ich sehr zufrieden, weiß aber, dass ich noch wesentlich weiter stoßen kann“, erklärte Schilling. Die abschließenden 200 Meter mussten die Frauen bei einem Gegenwind von 4,3 Metern pro Sekunden laufen, „Bei relativ normalen Windverhältnissen wäre das eine absolute Bestzeit geworden“, so Schilling, die mit 27,24 Sekunden gestoppt wurde.

Tatjana Schilling führt das Feld mit 3660 Punkten an. Spannend ist der Kampf um Platz zwei, da Manuela Groß (3236) und die Schwedin Catrine Eriksson (3217) lediglich 19 Punkte trennen. „Jetzt werde ich versuchen, mich zu erholen“, schrieb Schilling: „Ich hoffe, morgen an meine Leistungen von heute anknüpfen zu können.“ (r)

Quelle

Waldeckische Landeszeitung

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